Themengebiete

    Die Systematik des Energiemanagements der GEFMA 124

    systemstruktur gefma 124  
    Die GEFMA-Richtlinie 124 Energiemanagement ist an der Lebenszyklus-Idee ausgerichtet und beschreibt das Energiemanagement in den Schritten (vgl. Abbildung ):
    • Konzeption / Planung
    • Neubau / Beschaffung
    • Ausschreibung und Vergabe von Energielieferungen
    • Energierechnungsprüfung
    • Makroanalyse / Mikroanalyse
    • Betrieb
      • mit Rückführung auf Makro-/Mikroanalyse
      • mit Rückführung auf Ausschreibung
    • Planung / Investition als ausgelagerter Prozess
     

    Die Richtlinie beschreibt ein Leistungsbild. "Dieses Leistungsbild unterteilt sich in diverse Einzelleistungen, die von unterschiedlichen Partnern (Management-/ operative Ebene) bei Planung und Betrieb eines Gebäudes/einer Liegenschaft zu realisieren sind.
    Die Richtlinie gibt Hilfestellung vor allem für Entscheider in der Managementebene, die Leistungen im Energiemanagement intern oder extern vergeben." /1/

     
       

    Konzeption, Neubau, Beschaffung

    Für die Konzeptions- und Planungsphase wird darauf hingewiesen, dass die „Beeinflussbarkeit von ökologischen und ökonomischen Effizienzzielen am Anfang des Gesamtprozesses am höchsten ist. Mit fortschreitendem Prozessablauf über die Planung, die Errichtung und die Nutzung der Gebäude, Anlagen, Systeme, etc. nimmt die Beeinflussbarkeit deutlich ab.“ /1/. Es wird die integrale Planung und eine frühestmögliche Beteiligung des späteren Betreibers / FM-Dienstleisters / Energiemanagers empfohlen.

    In der Betriebsphase wird das Energiemanagement als kontinuierlicher Verbesserungsprozess (in Analogie zur Vorgehensweise in Managementsystemen) verstanden.

     
    Seminare und Weiterbildung bei eurenac e.V.  
    /1/ GEFMA 124-1 Energiemanagement, Grundlagen und Leistungsbild, 04-2010  

    Energielieferung & Rechnungsprüfung

    Ausschreibung und Vergabe von Energielieferungen

    Für den Bereich der Vergabe von Energielieferungen wird auf die Bedeutung der Erstellung einer verständlichen Spezifikation verwiesen, die aber erst auf der Grundlage einer Analyse des Bedarfes nach Umfang (Menge, Leistung, Intensität/ Häufigkeit), Qualität und zeitlicher Struktur erstellt werden kann.

    Energierechnungsprüfung

    Die Energierechnungsprüfung ist ein Teilprozess und findet periodisch statt. Hier kann die Grundlage für ein energiewirtschaftliches Controlling gelegt werden. Heizenergieverbräuche sollen witterungsbereinigt dargestellt werden.

     

    Seminare und Weiterbildung bei eurenac e.V.

    Benchmark / Analyse

    Die beiden Schritte Makroanalyse und Mikroanalyse können, abhängig vom Umfang der Aufgabe, am Stück oder auch, wie dargestellt in zwei Schritten abgearbeitet werden.

    Makroanalyse / Benchmark

    Im Rahmen der Makroanalyse werden Gebäudebestände untersucht.

    Mikroanalyse

    Die Mikroanalyse ist als detaillierte Prozessanalyse zu verstehen, „in deren Ergebnis die Einsparpotenziale in den drei Kategorien

    • Gestaltung von Gebäude und Technik
    • Optimales Betreiben
    • Einkaufs- und Vertragsmanagement

    herauszuarbeiten sind.“/1/

     

    Seminare und Weiterbildung bei eurenac e.V.

    Beratung zu GEFMA 124 und ISO 50001 bei http://www.energiemanagementundconsulting.de/energiemanagement

     

     

    /1/ GEFMA 124-1 Energiemanagement, Grundlagen und Leistungsbild, 04-2010

    Optimierung

    Den Kern der Betriebsphase bildet ein kontinuierliches, periodisches Energiecontrolling. Die Grundlage des Energiecontrollings ist die Energieverbrauchsmessung von Anlagenkomponenten, Anlagen, sowie verfahrenstechnischen Prozessen. Die Erfassung kann je nach Anforderung nach Energieträgern, Anwendungsbereichen und/oder Nutzungsbereichen erfolgen.

    Monitoring

    Die Einrichtung von Monitoring-Systemen wird oft mit der Installation von sog. Smart Meters (intelligenten Zählern) verbunden. Das kann sehr teuer werden und die entstehenden Kosten stehen in keinem Verhältnis zur möglichen Energieeinsparung.
    Vor Einrichtung eines Monitoring-Systems sollte man sich also einige grundlegende Fragen stellen:

    • Wie hoch ist das zu erwartende Einsparpotenzial?
    • Nach welchen Kriterien wird die Anlage gesteuert?
    • Ist der Energieverbrauch das Kriterium mit der höchsten Priorität?
    • Kann ich meine Anlagentechnik mit einer höheren Datendichte besser beeinflussen als im Ist-Zustand?
    • Wo ist eine kontinuierliche Leistungsbezugsmessung mit stationärer Messtechnik sinnvoll?
    • Wo ist eine zeitweise Leistungsbezugsmessung mit mobiler Messtechnik ausreichend?

    In den meisten Fällen gibt es eher ein Zuviel an Daten und wenn man genauer hinschaut passen die Daten oft auch nicht zusammen.
    Vor der Einrichtung eines Monitoring stehen deshalb auch hier die Schritte:

    • Feststellung der Bilanzgrenzen
    • Ermittlung der Verteilstrukturen


    Unter Datendichte wird die Häufigkeit der Zählwerterfassung verstanden. Diese kann je nach Dynamik des Prozesses in den Intervallen ¼-stündlich oder stündlich durch eine automatische Aufzeichnung erfolgen. Kürzere Intervalle sind bei der Verbrauchserfassung eher selten anzutreffen. Die tägliche, wöchentliche, monatliche oder jährliche Aufzeichnung erfolgt oft manuell durch Zählerablesung.
    Die Länge des Intervalls bestimmt die Datendichte.
    Eine sinnvolle Anordnung der Messstellen, verbunden mit einer auf die Prozessdynamik angepassten Datendichte führt zu einer hohen Datentransparenz.

    Reporting

    Unter Reporting soll die innerbetriebliche Kommunikation verstanden sein, sowohl die Kommunikation in die Hierarchieebenen der Organisation wie auch die Kommunikation zur Obersten Leitung / Vorstand / Geschäftsführung.
    Der Detailliertheitsgrad der Information soll an die Hierarchieebene angepasst sein.

     

    Seminare und Weiterbildung bei eurenac e.V.

    Beraterteam/ Persönliche Kompetenzen

    Beschreibung Link

    Fa. Scopeland Technology GmbH ist ein innovativer Softwarehersteller und IT-Dienstleister. Es werden teilweise gemeinsam mit den Kunden und spezialisierten Partnerunternehmen, maßgeschneiderte Fachanwendungen für die öffentliche Verwaltung, das Gesundheitswesen und größere Wirtschaftsunternehmen sowie für Einrichtungen im Bereich Banken/Finanzen als auch für wissenschaftliche und andere Institutionen und Organisationen entwickelt.

    www.scopeland.de

    Fa. Krifft Robesan GmbH - Herr Engelbert Krifft betreut ein Netzwerk von Ingenieuren die sich speziell mit der messtechnischen Ermittlung des Wärmebedarfes von Gebäuden beschäftigen. Das Ergebnis ist sehr viel näher an der Realität als es jede Berechnung sein kann, da die Messung die gesamte Gebäudecharakteristik (Lage, Speichermasse, innere und äußere Lasten) sehr viel besser erfasst.

    www.robesan.de

    eurenac e.V. Europäische Akademie für effiziente Energieverwendung in Gebäuden e.V. - Ein Zusammenschluss von Fachleuten mit dem gemeinsamen Ziel, die Energieverwendung in Gebäuden nachhaltig zu reduzieren. Kooperationspartner des GEFMA e.V. bezüglich Weiterbildung im Energiemanagement.

    www.eurenac.de

    technische Hygiene.info - Hier steht die Problematik der Übertragung von Krankheitserregern über die Hauswasserinstallation im Mittelpunkt. Dr.-Ing. Carsten Gollnisch ist Ausrichter der Leipziger Hygiene-Fachgespräche, welche regelmäßig stattfinden.

    www.technischehygiene.info

    EnergieEffizienzexperten - oben beschriebenes Netzwerk von Sachverständigen / Gutachtern

    www.energieeffizienzexperten.de

    Die Fa. Rheco bietet mit Hilfe einer internetgestützten Software die Marktpreisbeobachtung und das Ausschreibungsmanagement für den Energieeinkauf an.

    www.rheco.de

    Bei UDS erhalten Sie Qualitätsberatung für mehr Rechtssicherheit im Elektro-, ITK-, Brandschutz- und Sicherheitsgewerbe. Durch praxiserfahrene und durch DEKRA und TÜV zertifizierte Fachexperten erhalten Sie branchenbezogene und individuelle Unterstützung vom Aufbau bis zur Zertifizierung und Betreuung ihrer QM-Systeme sowie hilfreiche Handlungsempfehlungen und Vorlagen zur praxisorientierten und einfachen Umsetzung der wichtigsten gesetzlichen, behördlichen und normativen Forderungen:

    http://www.uds-beratung.de

    Die Firma Energieberatung MV, unter Geschäftsführer Dipl.-Ing. Henry Schwarz, ist im Großraum Rostock und Mecklenburg Vorpommern tätig und beschäftigt sich mit Analysen zur Prozess- und Energieeffizienz (mobile Messtechnik), Planungen zur Umsetzung von Effizienzmaßnahmen und der Vorbereitung, Umsetzung und Begleitung von Managementsystemen nach DIN EN 16247, DIN EN ISO 50001 und Spaefv.

    http://www.energiemanagement-mv.de/